Sozialministerin stellt Leitbild zur Weiterentwicklung des Gesundheitssystems vor

Das Leitbild ist ein Ergebnis des Landesgesundheitsdialogs, eines bundesweit einmaligen Beteiligungsverfahrens, in dem sich neben den Akteuren des Gesundheitswesens auch Bürgerinnen und Bürger einbringen können. Als gemeinsame Ziele definiert sind die stärkere Ausrichtung des Gesundheitswesens am Patienten, eine engere Vernetzung der Akteure sowie eine bedeutendere Beteiligung der kommunalen Ebene, sagte Sozialministerin Katrin Altpeter

Nach einem rund einjährigen breit angelegten Diskussionsprozess hat Sozialministerin Katrin Altpeter am Mittwoch (9. Juli) ein Gesundheitsleitbild zur Weiterentwicklung des Gesundheitssystems in Baden-Württemberg vorgestellt. Das Leitbild ist ein Ergebnis des Landesgesundheitsdialogs, eines bundesweit einmaligen Beteiligungsverfahrens, in dem sich neben den Akteuren des Gesundheitswesens auch Bürgerinnen und Bürger einbringen können. Als gemeinsame Ziele definiert sind die stärkere Ausrichtung des Gesundheitswesens am Patienten, eine engere Vernetzung der Akteure sowie eine bedeutendere Beteiligung der kommunalen Ebene. Diese Weiterentwicklung des Gesundheitssystems in den Handlungsfeldern Gesundheitsförderung und Prävention, medizinische Versorgung und Pflege beschreibt das Leitbild als gemeinsame Aufgabe aller Beteiligten. „Das Gesundheitsleitbild wird künftig in allen Gremien und Organisationen, die sich mit der Weiterentwicklung des Gesundheitswesens beschäftigen, als Richtlinie dienen und den Rahmen für alle Gesundheitsdialoge auf Landes-, Kreis- und Gemeindeebene bilden“, erklärte Ministerin Altpeter auf einem Statussymposium zur Landesgesundheitskonferenz in Stuttgart. Die Landesgesundheitskonferenz bildet das Dach der gesundheitspolitischen Gremien des Sozialministeriums.

Das baden-württembergische Gesundheitssystem sieht sich angesichts des demografischen Wandels großen Herausforderungen gegenüber, etwa durch die Alterung der Gesellschaft, die damit einhergehende Zunahme chronischer Erkrankungen und die Begrenztheit finanzieller Mittel. Ministerin Altpeter zufolge steht das Gesundheitswesen aktuell noch gut da, aber „wir müssen heute schon überlegen, wie wir mit diesen Herausforderungen umgehen, damit das auch in Zukunft so bleibt.“ Mit dem Gesundheitsleitbild liege nun ein klarer Orientierungsrahmen vor.

Als nächsten Schritt kündigte die Ministerin an, das Gesundheitsleitbild in die verschiedenen Fachgremien auf Landesebene - z. B. den Sektorenübergreifenden Landesbeirat, den Landeskrankenhausausschuss, den Landespflegeausschuss und den Landesbeirat Geriatrie – einzuspeisen. Auf kommunaler Ebene sollen die Kommunalen Gesundheitskonferenzen der Land- und Stadtkreise wesentlich dazu beitragen, kommunale Ziele im Sinne der Leitsätze festzulegen und die regionalen Versorgungsstrukturen entsprechend zu gestalten. Heute schon haben 35 der 44 Stadt- und Landkreise eine Kommunale Gesundheitskonferenz eingerichtet bzw. angekündigt. „Mein Ziel ist es, dass alle Stadt- und Landkreise eine Gesundheitskonferenz einrichten, um vor Ort Lösungen für die Herausforderungen im Gesundheitsbereich zu erarbeiten“, so die Ministerin.

Der Dialog zur Umsetzung des Gesundheitsleitbildes soll auf der nächsten Landesgesundheitskonferenz am 22. Oktober fortgesetzt werden.

Ansprechpartner/-in
Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg

Referat 51
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